Geschichte Buchhofen

Schon in der Jungsteinzeit siedelten Ackerbauern auf den Lößböden des Osterhofener Gäus - und damit auch in der Gegend um Buchhofen. Die frühesten urkundlichen Belege stammen dagegen erst aus dem 8. Jahrhundert. Um 741 übereignete der Agilofingerherzog Odilio dem neu gegründeten Kloster Altaha/Altach/Niederalteich 28 Mansen/Huben von Poohofa (Buchhofen) und Muliheim (Mühlham). Das Kloster Obermünster in Regensburg erhielt um die Mitte des 9. Jahrhunderts ein stattliches Gut in Otmaringen (Ottmaring).

Nach dem Urbar (Güterverzeichnis) des Abtes Herman, verfasst in der Mitte des 13. Jahrhunderts, gehören Putting, die meisten Höfe von Buchhofen, ganz Niederottmaring (Nindorf), ein großer Teil von Oberottmaring und Maenndorf (Manndorf) zum Kloster Niederalteich.

Im Jahre 1149 nahm Papst Eugen III. das Kloster Niederalteich und die dazugehörigen Güter und Kirchen, so auch die Kirche von Buchhofen, in seinen besonderen Schutz. 1682 wurde Buchhofen zur Expositur und 1895 zur Pfarrei Buchhofen erhoben.

Wie überall erlebten auch die Bauern der Gemeinde Buchhofen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts einen tiefgreifenden Strukturwandel. Kuh- und Pferdeställe leerten sich und der viehlose, vollmechanisierte Ackerbaubetrieb begann das Dorfbild zu prägen. Am 27. Oktober 1958 wurde in Buchhofen mit 14 Landwirten die Maschinengemeinde Buchhofen e.V. und damit den ersten Maschinenring der Welt gegründet.

Im Zuge der Gemeindegebietsreform entstand 1978 aus den bisher selbstständigen Gemeinden Buchhofen und Ottmaring die Gemeinde Buchhofen. Diese ist Mitglied der Verwaltungsgemeinde Moos.

1995 beginnen Ausgrabungen in der Westag-Siedlung Buchhofen. 2,2 Hektar Fläche wurden ausgegraben, wobei über 800 archäologische Objekte, in Form von Pfostenspuren, Vorrats-, Schlitz-, und Materialentnahmegruben, Gräben und Bestattungsplätzen, zum Vorschein kamen.

In Ottmaring wurde 2010 die Dorferneuerung erfolgreich abgeschlossen. In Buchhofen ist die Flurbereinigung schon so weit fortgeschritten, dass die Felder bereits neu verteilt werden konnten.

Wappen

„In Gold über einem grünen Dreiberg ein aus dem linken Schildrand hervorbrechender roter Greifenfang“


Wappen

Von historischer Bedeutung für das Gemeindegebiet von Buchhofen waren vor allem das Kloster Niederalteich und die jeweiligen Inhaber der Hofmark Ottmaring. Das Kloster Niederalteich lässt sich als ehemaliger Grundbesitzer besonders im Pfarrdorf Buchhofen nachweisen. Der grüne Dreiberg im Gemeindewappen stammt aus dem Wappen dieses im 8. Jahrhundert durch den bayerischen Herzog Odilo gegründeten und im Jahre 1803 aufgelösten Benediktiner-Klosters. Das Dorf Ottmaring bildete durch Jahrhunderte das Zentrum einer Hofmark, die mehrmals den Besitzer wechselte. Von 1544 bis 1778 ist als Inhaber die adelige Familie Starzhauser nachweisbar. Ihr Wappen, ein aus dem linken Schildrand hervorbrechender roter Greifenfang, wurde ebenfalls im Gemeindewappen berücksichtigt.

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